„Serofive“

ein interessantes Nahrungsergänzungsmittel mit stimmungsaufhellender Wirkung

Eine kürzlich veröffentlichte Bachelorarbeit von Sina Strobl zur Erlangung des akademischen Grades eines Bachelor of Science (B.Sc.) an der Naturwissenschaftlich-Technischen Akademie in Isny (Allgäu), beschäftigt sich mit einem interessanten Nahrungsergänzungsmittel, das aus verschiedenen Pflanzenextrakten mit interessantem Wirkstoffpotential besteht.

iel der Arbeit war die Entwicklung eines wirksamen und funktionsfähigen Labormusters eines neuartigen, nicht psychotropen Stimmungsaufhellers mit Namen „Serofive“ auf der Basis mehrerer Naturstoffe.
Dazu wurden mehrere Pilot-Chargen des zukünftigen Produktes semimanuell hergestellt, um die produktionstechnische Adaptierung überprüfen und optimieren zu können sowie die Qualitätssicherung vor dem Hintergrund der pharmazeutisch rechtlichen Voraussetzungen zu etablieren. Auch die Beschreibung der möglichen Wirkweise der einzelnen Bestandteile und seiner Inhaltsstoffe war Teil der Arbeit.

Der Produktname „Serofive“ setzt sich aus den beiden Worten Serotonin und 5-Hydroxytryptophan (5-HTP) zusammen.

Die angestrebte Wirkung der „Serofive“-Kapseln war, nervöser Unruhe und depressiven Verstimmungen entgegen zu wirken und als Stimmungsaufheller zur Entspannung und Ausgeglichenheit beizutragen. Dies sollte, wie der Name schon verrät, u.a. durch die Erhöhung des natürlichen Serotoninspiegels im Körper erreicht werden, wozu eine Vielzahl an weiteren Wirkstoffen aus den natürlichen Bestandteilen des Produktes synergistisch beitragen soll.

Hierzu zählen:

  • Die westafrikanische Hülsenfrucht Griffonia simplicifoilia mit besonders hohen Konzentration an 5-HTP in den reifen Samen.
    5-HTP ist normalerweise in geringen Mengen im ZNS vorhanden und wird aus der Aminosäure L-Tryptophan synthetisiert. L-Tryptophan wird im Körper in Serotonin (5-Hydroxytryptamin, 5-HT) umgewandelt. Ein Mangel an Serotonin wird als Ursache für verschiedene Störungen wie z. B. Angstzuständen, Depressionen, Schizophrenie, Fettleibigkeit und Drogenabhängigkeit beschrieben. Serotonin ist zudem eine Vorstufe für das Schlafhormon Melatonin, das in der Epiphyse in großen Mengen synthetisiert wird. Als Botenstoff wirkt Melatonin schlaffördernd und steuert den Tag-Nacht-Rhythmus. Es wurde wiederholt in mehreren Studien gezeigt, dass die Verabreichung von 5-HTP bei Tieren den Serotonin-Spiegel im ZNS erhöht. Deshalb könnte Griffonia simplicifolia neue therapeutische Strategie für die Behandlung von Serotonin-bezogenen Störungen darstellen. In den USA wird diese Intervention seit Jahren effektiv angewandt.
  • Der grüne Tee mit Catechinen, Proteinen, Kalium, Aminosäuren und Koffein.
    Koffein wirkt auf alle Teile des zentralen Nervensystems (ZNS) erregend, was sich durch die Steigerung der geistigen Aufnahmefähigkeit, Beseitigung von Müdigkeitserscheinungen sowie in einer Verbesserung der Stimmungslage zeigt. Psychomotorische Tests belegen, dass sich durch die Einnahme von Koffein Lernprozesse und Gedächtnisleistungen verbessern können. Bei der gebundenen Form von Koffein in der Teepflanze kommt es zu einer kontinuierlichen Anregung bzw. Freisetzung von Adrenalin durch Stimulation des vegetativen Nervensystems, wodurch die Wirkung des Koffeins länger anhält.
  • Die Kolanuss mit Methylxanthinen, Koffein und Theobromin.
    Koffein steigert auch die Herzleistung und führt bei den Blutgefäßen zu einer Erweiterung und bei den Hirngefäßen zu einer Verengung. Dadurch nimmt die Durchblutung in den meisten Organen zu. Durch die daraus resultierende verbesserte Durchblutung des Großhirns werden Müdigkeitserscheinungen vermindert, die Arbeitsleistung gesteigert und die Stimmung gehoben.
  • Die Guaranasamen mit Koffein, Theophyllin, Theobromin, Xanthin, Gerbstoffen und Catechinen.
  • Die Goji-Beeren mit Polysacchariden und dem Carotinoid Zeaxanthin sowie dem Neurotransmitter GABA und die Aminosäure Taurin.
    GABA wird in den USA erfolgreich gegen Schlaflosigkeit und Depressionen eingesetzt. Im ZNS ist Taurin an wichtigen Prozessen, wie der Regulation des Zellvolumens und der hemmenden Neurotransmission beteiligt. Als GABA-Mimetikum verstärkt Taurin die Wirkung von GABA, indem es an den gleichen GABA-Rezeptoren angreift. Durch seine antioxidative Eigenschaften hat Taurin auch eine neuroprotektive Wirkung. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) werden Goji- Beeren seit langem als Langlebenstonikum eingesetzt.
  • Der Feigenkaktus mit Betanin und Indicaxanthin sowie Antioxidantien wie Ascorbinsäure, Carotinoide, Glutathion, Cystein, Taurin und Flavonoiden.
    Die beiden Verbindungen Betanin und Indicaxanthin besitzen antioxidative Eigenschaften. Weitere Antioxidantien wie z. B. Ascorbinsäure, Carotinoide, Glutathion, Cystein, Taurin und Flavonoiden wurden in den Früchten der Kaktusfeige nachgewiesen.
  • Der Rosenwurz Rhodiola rosea mit Rosavinen, Salidrosiden und Kaffeesäure-Derivaten.
    Als Adaptogen ist Rhodiola ein Stoffwechselregulator natürlichen Ursprungs, der die Anpassungsfähigkeit des Organismus an Umweltfaktoren. Bei langfristiger Anwendung von Adaptogenen treten keine stimulanzien-ähnliche Nebenwirkungen auf, da sie nur einen Stressschutz-Effekt besitzen und somit die Stressantwort nur vorrübergehend unterbinden können. Dennoch weisen Adaptogene eine messbare Wirkung sowohl bei Einmaldosen, als auch bei längerem Gebrauch auf, die sich in einer erhöhten geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit, besonders vor dem Hintergrund von Müdigkeit und Stress, zeigt.
    Stimulantien des ZNS verursachen im Vergleich zu Rhodiola nur  eine vorübergehende Überbeanspruchung der Energieressourcen mit einem maximalen Leistungsniveau, wobei eine Reihe von unerwünschten Nebenwirkungen auftreten kann.
  • Das Johanniskraut mit Flavonoiden, Biflavonen, Phenylpropanen und Proanthocyanidinen, das als adaptogenes pflanzliches Heilmittel mit antidepressiver Wirkung bekannt ist und dessen antidepressive Wirkung hauptsächlich durch Inhaltsstoffe wie Hypericin, Rutin und Quercitrin hervorgerufen wird.
  • Die essentielle Aminosäure Tryptophan, die eine Vorstufe des Neurotransmitters 5-HTP ist, das zum Serotonin umgesetzt wird.
    Ein niedriger Gehalt von Tryptophan im Serum kann auch die Serotoninbiosynthese negativ beeinflussen und damit zu einer verminderten Lebensqualität führen und Depressionen fördern. Die Zugabe von Tryptophan als Bestandteil in „Serofive“ bewirkt eine Verschiebung des Gleichgewichts zu 5-HTP und damit eine erhöhte Zufuhr von 5-HTP über die Blut-Hirn-Schranke in das ZNS.
  • Das essentielle Spurenelement Selen mit antioxidativer Wirkung und positiven Auswirkungen auf die Stimmung.
  • Das Vitamin D (Cholecalciferol), für das in einer Reihe von Studien die positive Wirkung von bei depressiven Zuständen bestätigt werden konnte.

Das Produkt „Serofive“ ist primär für den US-amerikanischen Markt vorgesehen, weshalb es vorrangig die Anforderungen der US-Food and Drug Administration (FDA) hinsichtlich pflanzenbasierter NEM zu erfüllt.

Die Implementierung des neuartigen Produkts „Serofive“ könnte eine wichtige Interventionsoption pandemiebedingter psychischer Probleme auf reiner Naturbasis darstellen. Studien zeigen, dass vor allem junge Erwachsene durch erstmalige Konfrontationen mit mentalen Schwierigkeiten, von den Folgen der Pandemie betroffen sind. Aufgrund dieser Tatsache sind Präventionsmaßnahmen von großer Bedeutung. Hier könnte das neue Produkt „Serofive“ einen wirkvollen Beitrag leisten